Start der Krisendienste Bayern

Krisendienste Bayern – Hilfe bei psychischen Krisen

Ab heute, dem 1. März 2021, steht das psychosoziale Beratungs- und Hilfeangebot unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 655 3000 allen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns zur Verfügung. Vorrangiges Ziel ist es, Menschen in Krisen zu unterstützen und mit ihnen gemeinsam nach einem Ausweg aus dieser Situation zu suchen – eine Art „Erste Hilfe in seelischen Notlagen“. In allen bayerischen Bezirken ist nun eine eigene Krisendienst-Leitstelle tätig.

Der Krisendienst Mittelfranken existiert bereits seit 23 Jahren und bleibt weiter, auch unter seiner regionalen Telefonnummer 0911 / 42 48 55-0 in bewährter Art und Weise erreichbar.

Er bietet unverändert Hilfe in seelischen Notlagen per Telefon, online am Computer oder im persönlichen Gespräch in den Räumen in der Nürnberger Hessestraße. Auch Hausbesuche können flächendeckend erfolgen. Um diese auch an Werktagen tagsüber zu bewerkstelligen, ist derzeit eine offizielle Kooperationsvereinbarung mit den Sozialpsychiatrischen Diensten in Mittelfranken in Arbeit. Weiterhin gibt es auch das russisch- und türkischsprachige Angebot.

Erst im letzten Jahr wurden die Öffnungszeiten auf täglich 9 bis 24 Uhr erweitert und eine Leitstelle, eine der gesetzlichen Vorgaben des PsychKHG, eingerichtet. Ab dem 1. Juli dieses Jahres ist eine rund um die Uhr Versorgung an sieben Tagen in der Woche geplant.

⇒ www.krisendienste.bayern

Wir suchen neue Kolleg:innen

Verstärkung gesucht

Für unsere Leitstelle in Nürnberg suchen wir (zum nächstmöglichen Zeitpunkt) für ca. 30 Stunden/Woche Verstärkung für unser Team.

Wenn Sie eine Ausbildung als Sozialpädagog:in oder Fachkrankenpfleger:in für Psychiatrie haben, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.

⇒ Zur vollständige Stellenausschreibung

Zentraler Krisendienst in Mittelfranken: Leitstelle wird ausgebaut

Auf Nachdruck der Basis hat die bayerische Regierung das neue Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG) auf den Weg gebracht. Es sieht bis 2021 den Ausbau aller Krisendienste in den bayerischen Bezirken vor. In Nürnberg ist der Prozess bereits in vollem Gange.

Die Zentrale des Krisendienstes Mittelfranken in der Hessestraße 10 ist seit Anfang des Jahres eine Leitstelle, so will es das PsychKHG. Dahinter steckt allerdings mehr als ein bloßer Begriffswechsel. So hat der Träger, der Förderverein ambulante Krisenhilfe, etwa die Öffnungszeiten erweitert: Die Mitarbeiter sind jetzt täglich von 9 bis 24 Uhr erreichbar.

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⇒ vollständiger Artikel: www.nordbayern.de

Heiner Dehner erhält Ehrenbrief des Bezirks Mittelfranken

Dicke Bretter bohren: Das hat Heiner Dehner in seinem Berufsleben sehr oft gemacht und nie den Aufwand gescheut. Stets mit nötiger Portion Mut, Nachdruck und jede Menge Ideen. Zusammen mit Gleichgesinnten hat er vor zwanzig Jahren den Krisendienst Mittelfranken in Nürnberg ins Leben gerufen und ist bis jetzt sein ehrenamtlicher Geschäftsführer. Vor allem für diese Leistung, aber auch für viele andere Engagements für psychisch kranke sowie ältere Menschen hat der Bezirk Mittelfranken Heiner Dehner mit einem Ehrenbrief gewürdigt, der nur vier oder fünf Mal im Jahr vergeben wird.

Der Bezirkstagspräsident Richard Bartsch übergab die Auszeichnung an den Geschäftsführer des Krisendienstes am 20. März und lobte: „Heiner Dehner hat etwas revolutionäres gemacht.“ Bartsch betonte, dass Heiner Dehner beim Aufbau des Krisendienstes viele Widerstände durchbrechen musste. „Es ist Ihr Kind, es ist unser Kind“, so Bartsch über die Einrichtung, die in ihrer Form bayernweit einzigartig ist, und die der Bezirk Mittelfranken zum größten Teil finanziert. Gerade deswegen fand die Verleihung in den Räumen des Krisendienstes statt.

Zur Verleihung des Ehrenbriefes kamen viele Kollegen und Weggefährten von Heiner Dehner. Nicht überraschend, denn er ist in der Region eine wichtige Größe, wenn es um alte und psychisch kranke Menschen geht. Denn neben dem Krisendienst war Heiner Dehner auch am Aufbau von Borderline-Trialog, dem Bedrohungsmanagement, sowie dem Ruhepunkt (einer Beratungsstelle für Senioren in schwierigen Lebenssituationen) maßgeblich beteiligt. Von allen diesen Angeboten ist der Förderverein Krisenhilfe der Träger und Heiner Dehner sein Vorsitzender.

Nicht nur in seiner früheren Funktion als Psychiatriekoordinator der Stadt Nürnberg, sondern auch ehrenamtlich hat er sich in den vergangenen Jahrzehnten für viele andere Projekte, Einrichtungen und Vereine engesetzt. Dazu zählen etwa der Verein Angehöriger und Freunde psychisch Kranker sowie Wohngemeinschaften für Demenzkranke in der Region.

„Er hat immer ein offenes Ohr für andere gehabt, ohne verordnete Wertschätzung. Sein Handeln speiste sich aus Erfahrung, Intuition und Wissen“, betonte auch Ralf Bohner, Leiter des Krisendienstes Mittelfranken,  in seiner Rede bei der Ehrung von Heiner Dehner.

Ella Schindler